20 geniale Geschenkideen für Fotografen

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch wieder die Gelegenheit, seine liebsten zu beschenken. Trifft ein Geschenk genau ins Schwarze, ist die Freude bei allen am grössten. Deshalb stellen wir dir hier 20 geniale Geschenkideen für alle Hobbyfotografen vor. Es ist für jede Preisklasse und jeden Typ etwas dabei. Sicherlich findest auch du etwas für deine Liebsten, oder vielleicht sogar für dich selbst (man beschenkt sich selber ja auch gerne mal oder? ).

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SD-Karten

Speicherkarten kann man fast nie genug haben. Auch nimmt die benötigte Speicherkapazität mit jeder neuen Kamera aufgrund der immer höher werdenden Auflösungen immer wie mehr zu. Preislich sind diese mittlerweile auch recht günstig zu haben.

Geeignet für: Jeden Fotograf – kaum einer hat genügend Speicherkarten in der richtigen Kapazität.

SD-Kartenhalter

Die SD-Karten sammeln sich bei Fotografen schnell an. Leider besteht dadurch auch schnell die Gefahr eines Verlusts oder der Beschädigung der Speichermedien. Mit einem entsprechenden Kartenhalter können diese sicher und wiederauffindbar aufbewahrt werden.

Geeignet für: Alle, die viel Speicherplatz mit sich herumtragen wollen / müssen. Perfekter Begleiter auf Reisen!

Kompaktkamera Sony RX100 V

Die grosse Spiegelreflexkamera immer mitzuschleppen kann mühsam sein und auf den Rücken gehen. Weshalb nicht eine absolute Top-Kompaktkamera? Die Sony RX100 V erntet überall Bestnoten in ihrer Klasse und viele Fotografen verzichten auf Reisen mittlerweile aufs schwere Gerät. Die Sony begeistert. Man muss zwar tief in die Tasche greifen, der beschenkte wird aber lange Freude an einem solchen Geschenk haben.

Geeignet für: Alle diejenigen, die viel Foto mit wenig Ausrüstung machen wollen. Garantiert Rückenschonend!

Objektiv Reinigungsset

Verschmutzte Objektive kennt leider jeder Fotograf. Die kommen auch immer in den unpassendsten Momenten. Ein komplettes Reinigungsset gehört deshalb in jede Fototasche.

Geeignet für: Alle die immer mal wieder versehentlich aufs Objektiv fassen oder sonst mit Schmutz und Staub zu kämpfen haben (wer hat das nicht…).

Scott Kelby Lightroom 6 und CC

Lightroom ist ein mächtiges Werkzeug zur Verwaltung und Bearbeitung von Bildern. Einfacher zu bedienen als Photoshop, und reicht trotzdem in vielen Fällen völlig aus. Das Buch Lightroom 6 und CC von Scott Kelby zeigt wunderbar auf, was alles gemacht werden kann. Für Einsteiger wie auch Fortgeschrittene Lesenswert.

Geeignet für: Alle diejenigen, die neu mit Lightroom anfangen wollen oder das Programm zwar schon länger haben, es aber nun richtig beherrschen wollen.

50mm Objektiv mit 1.8er Blende

Objekte sind sehr individuell in der Nutzung. Jeder Fotograf benötigt anderes Equipment. Wenn es jedoch eines gibt, welches wirklich universell ist, so ist das eine 50mm 1.8er Festbrennweite. Kein anderes Objektiv ist wohl so preiswert und vielseitig Einsetzbar und gehört meiner Meinung nach deshalb in jede Fototasche.

Geeignet für: Jeden Fotografen, der es noch nicht hat. Kaum jemand, nutzt ein 50er 1.8er niemals.
Nikon Variante

Canon

DJI MAvic Pro Drohne

Die Drohne schlechthin im Moment. Wer viel unterwegs ist, wird es lieben, auch Bilder und Videos aus ganz anderen Perspektiven schiessen zu können. Nicht günstig, aber bringt garantiert Spass.

Geeignet für: Naturliebhaber mit Abenteuerdrang, welche neue Blickwinkel entdecken wollen.

Peak Design Everyday Messenger Bag

Eine Messengerbag ist ein wunderbares Transportmittel, um seine Ausrüstung auch im Urbanen gebiet geschützt aber immer Griffbereit bei sich zu tragen. Die Taschen von Peak Design überzeugen dabei von erstklassiger Qualität mit modernem Design.

Geeignet für: Modebewusste Fotografen im Urbanen Umfeld.

Stativ

Ein Stativ hilft in vielen Bereichen der Fotografie, bessere Ergebnisse zu erreichen. Teilweise sind gewisse Gestaltungsmöglichkeiten ohne gar nicht realisierbar. Das CI5 von Rollei ist einer der Bestseller und bietet viel Stativ für wenig Geld.

Geeignet für: Alle die auch mal Landschaften, Studio oder Architekturfotografie betreiben.

Bohnensack

Wer nicht immer ein Stativ mit sich herumtragen möchte, kann stattdessen einen Bohnensack wählen. Dieser kann überall abgestellt werden, und hälft auch beim stärksten Wind die Kamera garantiert Rüttelfrei an Ort und Stelle.

Geeignet für: Personen mit zu wenig Lust und Platz ein sperriges und schweres Stativ mit sich herum zu tragen.

Lowepro Flipside 400 AW Kamerarucksack

Ein Kamerarucksack hilft, viel Equipment ohne Rückenschmerzen zu Transportieren. Dabei nimmt der Rucksack auch eine wichtige Schutzfunktion der teuren Geräte ein. Der Lowepro Flipside 400 AW ist bezahlbar, bietet aber viele Funktionen, welche den Fotografenalltag vereinfachen.

Geeignet für: Fotografen die viel Equipment mit sich herumtragen und dabei auch mal längere Strecken gehen wollen.

Polaroid Kamera

Wieder voll im Trend! Mit Polaroidkameras wie der Fujifilm Instax mini 9 können Bilder sofort ausgedruckt werden. der Hit auf jeder Party!

Geeignet für: Partyfüchse und andere, die schnell Knipsen wollen und das Ergebnis gleich in der Hand haben wollen.

Faltreflektor

Ein Faltreflektor ist fantastisch. Durch die verschiedenen Oberflächen lässt sich in jeder Situation das richtige Licht auf das Model werfen. Wenn gewollt, kann der Reflektor sogar als Diffusor nutzen. Der Dörr 7 in 1 Reflektor ist gross genug, um eine ganzheitliche Ausleuchtung zu garantieren und bietet mit 7 verschiedenen Seiten sehr viele Optionen.

Geeignet für: Fotografen mit Ambitionen in der Portraitfotografie.

Graukarte faltbar

Eine Graukarte hilft, den Weissabgleich Originalgetrau sicherzustellen. Durch eine faltbare Graukarte ist diese klein und immer mit dabei.

Geeignet für: Alle, die Wert auf eine originalgetreue Abbildung der Farben legen.

NAS

Daten sind das wertvollste Gut von Fotografen. Also gilt es diese so gut wie möglich zu schützen. Eine Möglichkeit bietet ein NAS, ein Netzwerkspeicher der ins Heimnetzwerk eingebunden werden kann und von jedem Gerät erreichbar ist. Qnap, Synology und wie sie alle heissen bieten unzählige Produkte. Der Bestseller aktuell ist der DS216j von Synology welcher bis zu zwei Festplatten aufnehmen kann.

Geeignet für: Alle, die ihre Daten sichern und gleichzeitig von mehreren Geräten darauf zugreifen möchten.

Schultergurt

Die standard Kameragurte sind häufig unbequem. Eine tolle Alternative bietet ein Schultergurt. Das Gewicht der Kamera wird besser verteilt und hängt nicht alles am Nacken. Ganztägige Fotoshootings werden so viel einfacher!

Geeignet für: Einfach jeden, der seine Kamera etwas länger trägt und das ganze gerne etwas ergonomischer hätte!

Loupedeck Lightroom Steuerung

Bildbearbeitung in Lightroom war noch nie so einfach! Das Loupedeck ist aus einem Kickstarter Projekt entstanden und verbindet die Bearbeitung in der Software mit der physischen Welt. Für alle Einstellungen ein Regler. Einfacher gehts nicht.

Geeignet für: Alle, die ihren Bearbeitungsworkflow in Lightroom beschleunigen wollen.

Objektiv Thermotasse

Den Frühstückskaffee aus einem Objektiv trinken. Was nach einem abgefahrenen Traum tönt, ist mit diesen Thermotassen tatsächlich möglich. Ein wunderbares und humorvolles Geschenk für jeden angefressenen Fotografen.

Geeignet für: Angefressene Fotografen die ohne ihren Kaffee nicht das Haus verlassen können.

Biegbarer Blitz Diffusor

Indirektes Blitzen mit dem Aufsteckblitz ist in der Regel kein Problem. Draussen oder in hohen Räumen allerdings eine Herausforderung. Mit einem biegbaren Blitz Diffusor kann über indirekt geblitzt werden, ganz einfach zu tollen Resultaten!

Geeignet für: Alle, die flexibel sein wollen und auf flach geblitzte Bilder verzichten möchten.

Smartphone Aufstecklinse

Mit diesem 3 in 1 Set lässt sich mehr aus der Smartphone Kamera heraus holen. Das Smartphone wird zu keiner DSLR, aber ein paar mehr Möglichkeiten bringt es auf jeden Fall mit sich.

Geeignet für: Mobile-Fotografen die mehr aus ihrem Smartphone herausholen wollen.

 

Das waren die 20 Top Geschenkideen zu Weihnachten. Hast du noch weitere Ideen die besonders nützlich, lustig oder anderweitig begeisternd sind? Lass mir dazu einen Kommentar da, ich nehme das dann gerne in die Liste auf.

 

 

Schmetterlinge fotografieren im Tropenhaus

Nun beginnt sie wieder, die Zeit bei welcher das Wetter lange trüb und nass ist. Wenig Licht, wenig Kontraste und wenig Ideen für spannende Fotoabenteuer. Wer sich für Studio- und Produktfotografie interessiert nutzt die Zeit vorzugsweise für Fotoshootings drinnen. Wer sich jedoch draussen zu Hause fühlt und sich der Naturfotografie zugewandt hat, bangt teilweise lange auf den nächsten Tag mit guten Bedingungen. Eine Alternative dafür habe ich im letzten Winter gefunden. Ein paar Schmetterlinge im Winter fotografieren? Das tönt doch spannend oder?

Der perfekte Familienausflug mit Fotografieren

Etwa eine Fahrstunde von uns entfernt gibt es das Papillorama, ein Tropenhaus bei welchem sich unter mehreren Kuppeln ganzjährig hohe Temperaturen, exotische Pflanzen und Tiere finden. Während eine Kuppel stets dunkel ist, damit nachtaktive Tiere beobachtet werden können, ist eine Kuppel als Schmetterlingshaus und eine weitere als Nachbildung des Regenwaldes ausgebaut.

Solche Tropenhäuser finden sich überall im deutschsprachigen Raum. Diese exotischen Farbtupfer eignen sich wunderbar, um einen Ausflug mit der Familie zu machen und gleichzeitig ein paar tolle Bilder zu schiessen.

Was du unbedingt beachten sollte ist, dass du den grössten Besucherströmen etwas aus dem Weg gehen kannst, ansonsten wird dein Ausflug sehr schnell zum Ärgernis. Gerade am nach dem Öffnen der Anlage ist meistens die beste Zeit (und wenn möglich natürlich nicht am Wochenende, aber da hat nicht jeder die Möglichkeit dazu). Und – wichtig – informiere dich im Voraus, ob das Fotografieren überhaut erlaubt ist. Es gibt hier immer wieder Einschränkungen.

schmetterling_foto_1
90mm, f4.5, ISO 400, 1/800

Ausrüstung

Je nachdem wie das Ausflugsziel ausgebaut ist, kommt man näher oder weniger nah an die Tiere heran. Ich gehe grundsätzlich mit zwei Objektiven auf die Pirsch:

Makroobjektiv mit Brennweite zwischen 50mm und 150mm

Bei der Schmetterlingsfotografie ist ein Makroobjektiv natürlich erste Wahl. Du bekommst so eine erstklassige Abbildungsqualität und mit etwas Brennweite kriegst du das Tier auch gross genug aufs Bild. Ich nutze dazu mein 90mm Tamron Makroobjektiv, welches mir aufgrund der Brennweite am APSC ermöglicht, auch mal ein Tier abzulichten dass ich nicht schon fast mit der Linse berühren kann.

Wenn dein Makroobjektiv noch Lichtstark dazu ist, hast du gleich doppelt gewonnen. Denn auch wenn die Kuppeln recht hell sind, wenn es draussen Trüb ist, können die Lichtverhältnisse für uns Fotografen durchaus auch dort drinnen kritisch werden.

Was ich persönlich an meinem Objektiv schätze ist der Bildstabilisator. Da in solchen Anlagen ein Stativ in den meisten Fällen nicht erlaubt, oder zumindest nicht praktisch einsetzbar ist, hast du hier bedeutend bessere Möglichkeiten. Willst du auch mal eine schöne Blüte einfangen, kannst du die Belichtungszeit etwas länger machen.

rote_blume_foto
90mm, f4.0, ISO 640, 1/60

Zoomobjektiv mit 200mm – 300mm

Ein Zoomobjektiv ist dann von Vorteil, wenn du auch mit Objekten etwas weiter entfernt rechnen darfst. Bei meinem Ausflugsziel ist in einem Teil der Anlage mit exotischen Vögeln zu rechnen. Diese sitzen jedoch nicht immer direkt am Weg. Grundsätzlich dürften aber hier in den meisten Fällen 200mm bis 300mm Endbrennweite reichen. Ein 500mm oder 600mm wäre mir hier zu lang und zu sperrig. Lieber am Computer noch etwas cropen als immer so ein Prügel mit sich herumtragen.

Was du unbedingt brauchst, ist ein schön weiches Microfasertuch! Nach dem Betreten des wirst du mit grösster Wahrscheinlichkeit mit einer beschlagenen Linse aufgrund der extrem hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen haben. Mit einem weichen und sauberen Mikrofastertuch lässt sich das Problem schnell beheben.

185mm, f8.0, ISO3200, 1/250

Einstellungen

Hier gibt es keine Allgemeingültige Empfehlung. Es kommt selbstverständlich darauf an, wie sich die Tiere gerade verhalten. Hier kommen die allgemeinen Reglen zum Zug. Schnellbewegende Tiere brauchen eine schnelle Verschlusszeit, Blumen und Schmetterlinge die sich ausruhen geben mehr Spielraum.

Wie bereits erwähnt, musst du unter Umständen mit schlechten Lichtverhältnissen rechnen. Damit du trotzdem noch brauchbare Verschlusszeiten erhältst, stellst du einfach die ISO-Empfindlichkeit etwas hoch.. Bei unserem letzten Besuch waren die Lichtverhältnisse richtig schlecht, ich musste teilweise bis ISO 3200 hoch gehen, um noch die nötigen Verschlusszeiten zu erreichen. Was etwas problematisch dabei sein kann ist, dass du bei sehr kurzen Distanzen mit dem Makroobjektiv auch abblenden musst, da die Tiefenschärfe sonst nur noch sehr klein ist. Mit diesem Problem kämpfe ich nach wie vor immer wieder, eine perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden.

schmetterling_auf_orange_foto
90mm, f4.0, ISO 640, 1/160

Bei diesem Bild sieht man wunderbar die Problematik mit der Tiefenschärfe (an den Fühlern).

Welchen Kameramodus du nutzt ist nicht so wichtig. Ich empfehle jedoch die Zeitautomatik, so kann ich schön die Tiefenschärfe selbst bestimmen und die Kamera kümmert sich um die Verschlusszeit. Gehe ich mit der ISO hoch, so habe ich auch schnellere Zeiten.

Bildgestaltung

Die Bildgestaltung mit Tieren ist immer etwas schwierig. Gerade wenn du auf dem Weg bleiben musst und dich nicht von jeder Seite dem Tier nähern kannst.

Grundsätzlich sollte versucht werden, ein paar wenige Grundregeln zu beachten:

  • Tier so gross wie möglich abbilden, aber auch etwas Platz für das drum herum lassen.
  • Die Drittelsregel lässt sich auch hier sehr gut anwenden.
  • Aufnahmen auf gleicher Höhe oder etwas höher als das Tier wirken immer besser als von ganz weit unten (wo möglich natürlich…).
oranger_schmetterling_blume_foto
90mm, f4.0, ISO 640, 1/160

Fazit

Tropenhäuser bilden eine wunderbare alternative, um auch während der eher trüben Jahreszeit mal ein paar schöne Tiere vor die Linse zu bekommen und um mal wieder etwas mehr Farben zu sehen. Da sich ein solcher Ausflug für die ganze Familie eignet, kann hier wunderbar Hobby und Familie kombiniert werden.

Das wichtigste:

  • Nimm, wenn vorhanden, ein Makro und Zoomobjektiv mit.
  • Informiere dich im Voraus, ob es Erlaubt ist zu fotografieren.
  • Ein Mikrofasertuch verhindert extrem lange Wartezeiten bis die Linse wieder klar ist, sollte diese beschlagen.

Und am Schluss noch eine Bitte: Verhalte dich anständig! Man sieht immer wieder Personen mit Kameras, die die Wege verlassen oder Pflanzen abbrechen, nur um ein noch besseres Foto zu bekommen. Das Schadet dem Tropenhaus und führt früher oder später zu mehr Fotoverboten an solchen Orten. Und schliesslich wollen wir ja auch von den anderen Besuchern nicht so wahrgenommen werden oder?

Hast du selbst auch schon im Tropenhaus fotografiert? Was sind eure Erfahrungen?

6 Tipps fürs Fotografieren von Babys und Kleinkindern

Seit mein Sohn auf der Welt ist, ist er mein häufigstes Fotomotiv. Die ersten Versuche zu Beginn waren noch bevor ich den Entschluss fasste, jetzt fotografieren zu lernen. Entsprechend schlecht sind die Bilder. Der Bildaufbau passt nicht und ausserdem sind sie auch technisch schlecht (vollkommen verrauscht). Nach nicht ganz zwei Jahren kommen doch mittlerweile schon ganz ansprechende Bilder auf die Speicherkarte. Kinder zu fotografieren ist keine Raketenwissenschaft, in meinen Augen reichen ein paar wenige Tipps aus, um bereits deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen.

Kurzer Einschub:
An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich im Bezug auf Kinderbilder leider grösstenteils auf Stockfotos zurückgreifen werde und nicht die Fotos meines Sohnes publizieren werde. Da ich hier unter meinem richtigen Namen zu finden bin, ist leicht die Identität meines Jungen zurück zu verfolgen. Da das Internet niemals vergisst haben wir uns entschlossen, keine Fotos online zu posten, bei denen unser Kind zu erkennen ist. Ich hoffe hier auf euer Verständnis.

Die Tipps in dieser Reihe werde ich in regelmässigen Abständen erweitern. Einerseits lerne ich sicher wieder mehr dazu, andererseits dürfte gerade am Anfang jedes Kinderalter andere Gestaltungsmöglichkeiten mit sich bringen. Jetzt mit knapp zwei Jahren ist schon vieles soooo fest anders, als es noch am Anfang war (da war er noch etwas weniger mobil, das ist gar nicht mal so schlecht 😊 ).

Die folgenden Tipps beziehen sich auf Fotos im Alltag. Ohne Studio und ohne gestellte Situationen. Das Kind soll möglichst natürlich und in seinem Element abgebildet werden.

Stockfoto CC0 Lizenz von Pixabay

Lichtstarke Objektive

Spätestens dann, wenn sich das Kind frei bewegen kann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bei jedem Blitz das Kind auf euch aufmerksam wird und sich unnatürlich anfängt zu verhalten oder sich sogar zu euch begibt um die Fotos auf dem Bildschirm anzuschauen (war das früher mit den Analogen Kameras weniger schlimm? 😉 ).

Mit einem Lichtstarken Objektiv könnt ihr auch bei weniger Licht noch Fotos schiessen ohne einen Blitz einzusetzen. Mit ein wenig erhöhter ISO geht dies sogar auch dann, wenn man nicht über eine besonders grosse Fensterfront verfügt oder wenn draussen mal schlechtes Wetter ist.

Meine Fotos wurden bedeutend besser, sobald ich ein Objektiv mit Blende 2.8 gekauft hatte. 1.8 (oder gar noch tiefer) ist natürlich noch besser. Am liebsten nutze ich hier mein Tamron 17-50 f2.8. Dieses (oder ähnliche Modelle anderer Hersteller) sind eigentlich recht preiswert zu bekommen und bieten schon deutliche Lichtvorteile gegenüber den meisten Kit-Linsen.

Brennweite

Grundsätzlich wird ja als Normalobjektiv immer etwas um die 50mm am Vollformat empfohlen (entsprechend ca. 35mm an APSC). Für Portraits und ähnliches ist dies tatsächlich eine gute Wahl. Bei Kindern hat dies aber einen riesen Nachteil. Ihr seid zu nah dran! In Innenräumen lässt es sich je nach grösse der Räume teilweise gar nicht anders lösen. Aber auch da bin ich der Meinung, sollte man die Brennweite soweit es geht ausreizen. Spätestens dann, wenn ihr auf einem Spielplatz unterwegs seid, seid ihr mit einer Normalbrennweite einfach zu nah am Kind. Die Folge ist, dass die meisten Kinder auch hier ihr natürliches Verhalten unterbrechen und entweder posieren oder gar nicht mehr zu fotografieren sind.

Ich nutze zu Hause im Wohnzimmer in den meisten Fällen 50mm am APSC. Das ist mir zwar eigentlich aus den oben genannten Gründen zu kurz, geht aber in meiner Wohnung fast nicht anders, wenn ich den Kleinen noch ganz draufbekommen möchte. Draussen auf dem Spielplatz oder am See nutze ich jedoch meistens 90mm (ca. 135 am FX). Da kann ich noch bedeutend weiter weg. Trotzdem überlege ich mir, ein 70mm-200mm zuzulegen. Das würde mir nochmals mehr Distanz ermöglichen.

Verschlusszeit

Unterschätze niemals die Geschwindigkeit eines Kindes, das musste ich schmerzhaft selbst lernen. Mit Verschlusszeiten um die 1/100 Sekunden die bei Portraits absolut in Ordnung sind, kommt ihr bei einem sich bewegenden Kind schon an die Grenze. Das Resultat sind unscharfe Bilder. Ich empfehle hier etwa 1/200 Sekunden zu nutzen. In den meisten Fälle reicht dies aus, wenn ihr einen zukünftigen 100 Meter Sprinter zu Hause habt müsst ihr vielleicht sogar noch weiter runter.

Bildausschnitt

Experimentiert mit unterschiedlichen Bildausschnitten. Ein Kind mitten in seiner Umgebung ist toll und zeigt wie das Kind gelebt hat. Aber manchmal ist einfach zu viel drum herum, deshalb ist es durchaus empfehlenswert, Kinder fast Bildausfüllend abzubilden. Ihr habt einfach mehr Kind, mehr Ausdruck und mehr Emotionen im Wind.

Je kleiner das Kind, desto weiter ins Detail kann man gehen. Fotos von Händen, Füssen oder Gesichtern eines Neugeborenen sagen so viel mehr aus, als ein kleines Kind verloren in einem riesigen Stubenwagen oder Kinderbett.

Stockfoto CC0 Lizenz von Pixabay

Viel und häufig fotografieren

Dieser Punkt bringt euch gleich drei Vorteile:

  • Das Kind gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass die Kamera hervorgeholt wird. Die «Wow» Effekte des Kindes für das elektronische Spielzeug wird recht bald abnehmen und euch bessere Fotos ermöglichen.
  • Die Chance auf ein gutes Foto erhöhen sich durch die Anzahl an Bilder automatisch. Speicherplatz kostet heute ja kaum noch was. Und am PC aussortieren kann man ja immer noch.
  • Ihr werdet immer besser! Durch das viele üben werdet ihr immer routinierter im Umgang mit eurem Gerät und mit der Situation mit den Kindern. Das wird sich je länger je stärker auszahlen und euch zu besseren Ergebnissen helfen.

Blickwinkel oder auch: Auf den Boden!

Das ist in meinen Augen der wichtigste Tipp. Fotografiert Kinder wenn möglich auf Augenhöhe (oder noch von weiter unten). Die Bildwirkung ist eine komplett andere. Das Kind wirkt aus dieser Perspektive bedeutend kompetenter und ihr seid gefühlt beim Bild «am Kind». Das Ganze stellt kein Vergleich zu den «von oben herab weils grad so praktisch ist» Bilder da. Versucht das, ihr werdet begeistert sein!

Warnung: Das Ganze führt aus eigener Erfahrung dazu, dass ihr auf dem Spielplatz schnell mit schrägen Blicken rechnen müsst. Die meisten Leute die sich dort rum treiben verstehen es nicht so ganz, weshalb man sich mit der Kamera im Dreck wälzt. 😊

Stockfoto CC0 Lizenz von Pixabay

Das waren erst einmal meine sechs wichtigsten Tipps für die Kinderfotografie.

Habt ihr noch weitere wichtige Tipps für die Fotografie von Kindern bis zwei Jahren?

Blumen fotografieren im Wohnzimmer

Wie so manchem Mann der mit einer Frau zusammen wohnt, stehe diverse interessantere (und teilweise auch weniger interessante 😉 ) Pflanzen in der Wohnung herum. Als meine Frau mich eines Tages auf die vielen neuen Blüten ihrer Orchideen aufmerksam machte, war mir meine Mission sofort klar. Ich wollte anständige Fotos dieser Wohnzimmerpflanzen schiessen, das erst kürzlich neu besorgte Tamron 90mm Macro war dazu genau das richtige!

Ausrüstung

Zu dieser Zeit verfügte, und nutzte, ich folgende Ausrüstung:

  • Nikon D5100
  • Stativ
  • Tamron 90mm f2.8 Macro Objektiv
  • Nikon SB-700 Blitz
  • Fernauslöser für Blitz (Yongnuo RF 605c, Kaufempfehlung!)
  • Lampenstativ
  • Durchlichtschirm

Das war alles, was mir für dieses Vorhaben zur Verfügung stand.

Nikon 5100, Tamron 90mm f2.8 Macro, ISO 100, F11, 1/50s

Der Aufbau

Ich packte mir also eine der Blumen und stellte diese auf unseren Wohnzimmertisch. Da sich unser Wohnzimmer am Tag nur schlecht bis gar nicht abdunkeln lässt, war im Zimmer zu jederzeit Tageslicht.

Den Blitz koppelte ich mit dem Funkauslöser und packte diesen mit einem Durchlichtschirm (ca. 80 cm im Durchmesser) etwas erhöht und seitlich neben die Pflanze. Ich versuchte jedoch, den Schirm so nah an die Blume heran zu stellen wie möglich, ohne dass der Schirm auf dem Bild erscheint. Dadurch wird das Licht noch einmal weicher. Die Kamera wird anschliessend so auf dem Stativ positioniert, dass der Bildausschnitt passt. Da mein Objektiv eine Festbrennweite ist, muss ich den Bildausschnitt mit der Kamera verändern. Solltet ihr ein Zoomobjektiv Makro haben, spart ihr euch hier jeweils das herumschieben des Stativs.

Anschliessend muss noch fokussiert werden. Ich mache das immer im Live-view indem ich mit der Lupe möglichst weit auf den zu fokussierenden Punkt zoome. Dort kann mit der manuellen Fokussierung genau der gewünschte Punkt scharfgestellt werden. Hier gibt es zu beachten, dass die Schärfetiefe bei den geringen Distanzen je nach Einsteillungen und Brennweite äusserst gering ist, es kann also sein, dass nicht die ganze Blüte zu 100% scharf abgebildet werden kann.

Einstellungen

Die Einstellungen an der Kamera wählte ich so, dass ich nur das Blitzlicht auf dem Foto habe. Dazu wählt man eine Kameraeinstellung, welche ohne Blitz ein rein schwarzes Bild ergeben würde. Um garantiert kein Rauschen zu haben entschied ich mich für ISO 100. Dazu kam Blende 11. Evtl. wäre eine Blende weiter abgeblendet nachträglich die bessere Variante, da so noch etwas mehr Schärfentiefe gewonnen werden könnte. Die Belichtungszeit ist aufgrund des dunklen Zimmer und des Blitzes eigentlich sekundär. Weshalb ich hier 1/50 genommen habe, ist mir nun etwas schleierhaft. 1/200 hätte es genau so getant. Aber man lernt ja dazu 🙂

Beim Auslösen der Kamera bekam ich so ein komplett schwarzes Bild. Nachdem nun der Blitz dazugeschaltet wurde, musste dieser noch reguliert werden. Ich machte ein paar Versuche nach dem Motto Try & Error und fand irgendwann die passende Einstellung. Dabei muss man besonders darauf achten, dass keine hellen Stellen ausbrennen oder Tiefen (abgesehen vielleicht vom Hintergrund) absaufen und damit im reinen Schwarz enden.

Leider sorgt ein Durchlichtschirm für sehr viel Streulicht im ganzen Zimmer. Das führt dazu, dass unter Umständen der Hintergrund auf dem Foto nicht rein schwarz wird. Bei mir spiegelte sich das Fenster hinter der Blüte. Abhilfe schafft hier ein dunkler Hintergrund. Idealerweise nimmt man dazu die schwarze Seite eines 5 oder 7 in 1 Reflektor. Da ich beim ersten Versuch noch über kein solches Gerät verfügte (aber gleich daraufhin bestellte) stellte ich einen Stuhl auf den Tisch und hängte einen schwarzen Kapuzenpullover darüber, das reicht unter Umständen auch.

Nikon 5100, Tamron 90mm f2.8 Macro, ISO 100, F11, 1/50s

Jetzt sind die Ergebnisse schon ganz akzeptabel. Für mich gibt es dabei aber noch einen Knallertrick für den «wow» Effekt bei den Personen, die eure Bilder bestaunen dürfen:

Wassertropfen!

Mir waren die Bilder von den Blüten alleine irgendwie zu stumpf und zu wenig interessant. Spritzt ihr nun noch etwas Wasser auf die Blüte (zum Beispiel mit einer feinen Spritze), so perlen überall die Tropfen ab und bleiben an manchen Stellen auf den Blättern liegen. Dabei sollte nicht zu viel Wasser verwendet werden, da sich die Blüte ansonsten Richtung Boden biegt und euer Bildausschnitt dahin ist.

Wenn nun ein Bild mit Blitz aufgenommen wird, glänzen die Tropfen herrlich im Blitzlicht und sorgen meiner Meinung nach für einen wunderbaren Effekt. Manch einem mag das etwas zu viel sein, ich steh aber auf das bisschen «extra».

So habe ich dann die Bilder der verschiedenen Blüten gemacht und war eigentlich ganz zufrieden. Später in Lightroom und Photoshop habe ich noch die Kontraste etwas verstärkt.

Noch besser?

Was ich das nächste Mal definitiv versuchen werde ist ein Fokus-Stacking oder zumindest noch weiter abblenden. Bei manchen Motiven stört es mich, dass die Blüte nicht durchgehend scharf ist. Wenn ich das versucht habe, werde ich euch selbstverständlich wieder berichten, ob ich dabei Erfolgreich war.

Nikon 5100, Tamron 90mm f2.8 Macro, ISO 100, F11, 1/50s