Bildgestaltung in der Fotografie

Du kennst das bestimmt. Manche Bilder sprechen dich sofort an, hingegen schaffen es andere so gar nicht dich zu fesseln. In vielen Fällen liegt das an der entsprechenden Bildgestaltung. Mit einer sehr einfach umzusetzenden Regel kannst du deine Bilder gleich um eine sehr grosse Stufe aufwerten.

Um ein möglichst harmonisches Bild zu erreichen, wird häufig der goldene Schnitt angewendet. Bei dieser Regel handelt es sich um eine Anordnung von Objekten, die uns Menschen besonders harmonisch vorkommt. Wahrscheinlich liegt das daran, dass diese Aufteilung in der Natur sehr häufig zu finden ist. Ganz vereinfacht gesagt geht es darum, das Hauptmotiv aus der Mitte zu bekommen.

Thun bei Sonnenuntergang. Hier dient die Drittelsregel zur Positionierung der Wasserlinie.

Goldener Schnitt vs. Drittels Regel (Rule of Third)

Schauen wir uns zuerst einmal an, was mit diesen Regeln genau gemeint ist. In vielen Fällen wird der goldene Schnitt und die Drittels Regel (Rule of Third) gleichgesetzt. Tatsächlich sind sich die beiden Regeln ähnlich, doch es gibt ein paar kleine Unterschiede.

Der Goldene Schnitt lässt sich mathematisch berechnen. Die Teilstrecke A verhält sich zur Teilstrecke B wie die Gesamtstrecke A+B zu A. Das tönt so richtig langweilig und Praxisfern. Wenn wir das ganze jedoch mal im Bild betrachten, ist es nicht mehr ganz so schlimm:

Goldener Schnitt

Dagegen ist bei der Drittels Regel das Bild sowohl in der Horizontalen wie auch in der Vertikalen in drei gleichgrosse Bildbereiche geteilt:

Drittelsregel

Wenn man das Ganze übereinander legt, sieht man ein paar Unterschiede:

Goldener Schnitt (Gelb) und Drittelsregel (Rot)

In vielen Kameras kann man im Sucher oder zumindest im Live View ein Gitternetz einblenden, welches beim Bestimmen der Drittels Regel hilft.

Grundsätzlich sagt man, dass der goldene Schnitt für mehr Ruhe und die Drittels Regel für mehr Dramatik sorgt. In der Praxis würde ich den Unterschied nicht so stark gewichten. Schliesslich ist jedes Motiv anders und damit wird auch die Wirkung immer anders ausfallen. Die Drittels Regel ist sicherlich einfacher zu merken und anzuwenden.

Verlasse dich hier auf dein Gefühl und teste die verschiedenen Positionierungen durch, du wirst sicher die beste Möglichkeit für dein Motiv finden!

Bildgestaltung in der Praxis

Kommen wir nun zur Anwendung in der Praxis. Ich setze hier, aus den oben genannten Gründen, die beiden Regeln jetzt erstmal gleich.

Grundsätzlich solltest du das Hauptmotiv meistens dezentral positionieren. Ein mittig positioniertes Objekt wirkt häufig unnatürlich und befremdlich oder zumindest nicht sehr spannend. Und trotzdem ist dies der wohl am häufigsten gemachte Fehler in der Bildgestaltung von ungeübten Fotografen.

Das beste Beispiel dafür ist wohl der Ferienschnappschuss am Strand mit dem Horizont der mittig durch das Bild verläuft. Das kann gut aussehen, tut es in den meisten Fällen jedoch nicht.

Thunersee im Nebel

Wird der Horizont auf eine der horizontalen Linien gelegt entsteht sehr schnell einiges mehr an Spannung.

Grundsätzlich solltest du das Hauptmotiv immer auf einen der Knotenpunkte legen. Das muss nicht ganz genau sein, eine ungefähre Positionierung reicht in den meisten Fällen mehr als aus.

Drittelsregeln in der Praxis. Die genaue Positionierung ist nicht ultra wichtig.

Das Ganze lässt sich auch sehr gut in der People Fotografie anwenden. Hier hast du zwar häufiger weniger Zeit als bei der Landschaftsfotografie, aber eine ungefähre Ausrichtung des Models lässt sich nach Gefühl in Bruchteilen einer Sekunde vornehmen. Der Effekt wird hier nicht kleiner sein als bei Naturbildern. So werden sogar deine Schnappschüsse auf einen Schlag besser.

Mehrere Objekte im Bild

Oben gingen wir jetzt immer von einem Hauptobjekt aus, welches auf einen der Knotenpunkte gelegt wird. Was auch sehr gut funktioniert ist die Position von zwei Objekten.

Dabei musst du jedoch darauf achten, keine zu grosse Symmetrie zu bekommen (ausser es ist gewollt selbstverständlich). Zwei sehr ähnliche Objekte auf den beiden unteren Knotenpunkten kann schnell unnatürlich wirken.

Die Positionierung auf den diagonalen Punkten eignet sich jedoch hervorragend. Häufig wird der Blick des Betrachters vom einen Highlite zum nächsten weitergeleitet.

Regeln brechen

Regeln sind zum brechen da – das altbekannte Sprichwort ist auch hier anzuwenden.

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, weshalb du dich nicht an diese Regeln halten solltest. Einerseits ist natürlich die künstlerische Freiheit immer gegeben. Wenn dein Motiv nicht so arrangiert sein soll, dann mach es anders. Es ist dein Bild!

Aber auch andere Gründe sind Denkbar. So kann bei Bildern die bewusst stark symmetrisch aufgebaut sind eine absolut mittige Ausrichtung des Objektes absolut Sinn machen.

Streichholz Makro symmetrisch aufgebaut

Bei diesem Bild wäre eine Ausrichtung weiter weg von der Bildmitte unlogisch gewesen. Hier lebt das Bild von der teilweise vorhandenen Symmetrie.

Aber auch eine Ausrichtung des Horizontes auf der Mittellinie ist gewissen Fällen denkbar. Ausprobieren heisst die Devise!

Fazit

Mit ein paar wenigen Tricks die du beachten musst, kannst du die Wirkung deiner Bilder massiv verbessern.

  • Positioniere dein Hauptmotiv immer etwas seitlich versetzt.
  • Versuche den Horizont nicht in die Mitte des Bildes zu setzen.
  • Mehrere Objekte kannst du gut über die diagonal gegenüberliegenden Knotenpunkte positionieren.
  • Breche diese Regeln wann immer es du für richtig hältst. Du bist der Fotograf und entscheidest, wie dein Bild aussehen soll!

ISO Empfindlichkeit in der Fotografie

Bei der ISO-Empfindlichkeit (oder einfach nur ISO) handelt es sich um den dritten Faktor zusammen mit der Blende und der Verschlusszeit, welche für die korrekte Belichtung eines Bildes zuständig sind.

Die Wortherkunft kommt von der Internationalen Vereinigung für Normung (ISO).

Der ISO Wert nimmt dabei die Rolle der Empfindlichkeit des Lichtsensors ein und hat damit am wenigsten Einfluss auf die schlussendliche Bildwirkung. Während mit unterschiedlichen Blenden und Verschlusszeiten in diesem Bereich stark unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten erreicht werden können, kann mit dem ISO Wert grundsätzlich nur die Qualität (und natürlich Helligkeit) des Bildes beeinflusst werden.

Funktion der ISO in der Fotografie

Wie bereits erwähnt, ermöglicht dir eine Anpassung der ISO-Empfindlichkeit einen weiteren Regler zur Belichtung des Bildes. Die ISO steuert dabei die Lichtempfindlichkeit deines Kamerasensors, entsprechend mehr oder weniger sensibel reagiert er auf das auftreffende Licht (gesteuert durch Blende und Zeit).

Dabei ist ein tiefer Wert (z. Bsp. ISO 100) am wenigsten Empfindlich. Je höher dieser Wert wird, desto sensibler reagiert der Sensor. Dabei ist die Berechnung auch hier denkbar einfach.

Eine Verdopplung des Werts führt zu einer doppelten Lichtempfindlichkeit.

Beispiel:

Ein Bild ist mit folgenden Einstellungen korrekt belichtet:

Blende 4, Verschlusszeit 1/50 und ISO 200

Verdoppelt man nun die ISO auf 400, kann entsprechend die Verschlusszeit halbiert werden, um dasselbe Ergebnis zu erhalten:

Blende 4, Verschlusszeit 1/100 und ISO 400

Die Berechnung erfolgt eigentlich gleich wie bei der Verschlusszeit und bei der Blende (Blendenreihe beachten!).

Hohe ISO führt zu Bildrauschen

Du kannst die die oben beschriebenen Eigenschaften der ISO in der Fotografie Nutzen, um deine anderen Einstellungen so zu wählen, wie du sie für dein geplantes Bild gerne hättest.

Grundsätzlich könnte man jetzt denken «Mehr Empfindlichkeit ist immer gut». Doch leider hat die Erhöhung der ISO einen massiven Nachteil. Die Bildqualität nimmt, je nach Kamera unterschiedlich schnell, ab.

Einerseits erhältst du mit hoher ISO weniger Kontraste / Dynamik, andererseits erhältst du, je höher du deine ISO stellst, umso mehr das berüchtigte Bildrauschen. Dabei handelt es sich um eine körnige Verfälschung deines Bildes.

Ab wann dieser Effekt auftritt kann nicht pauschal gesagt werden. Der Unterschied zwischen den Kameras ist dabei gewaltig. Auch tritt der Effekt in dunklen Bildbereichen bedeutend schneller auf als in hellen.

Bildreihe ISO 100 – 6400

Bei dieser Bildreihe sieht man gut, wie die Bildqualität immer weiter abnimmt. Dabei ist das bei Sonnenschein ohne unrealistische Beispiele mit astronomisch hohen ISO-Werten entstanden. Wäre die gleiche Belichtungsreihe bei weniger Licht gemacht worden, wäre der Unterschied noch viel deutlicher zu erkennen. Die beste Bildqualität wirst du in der Regel immer bei ISO 100 erhalten.

Wann hohe ISO Werte helfen

Trotz der nicht zu vernachlässigen Nachteile einer hohen ISO-Empfindlichkeit, ist es trotzdem in vielen Situationen unumgänglich, den Wert entsprechend zu erhöhen.

Fotografierst du bei wenig Licht und möchtest keinen Blitz nutzen (z. Bsp. in Innenräumen), so kannst du mit einer höheren ISO entsprechend trotzdem noch die nötigen Verschlusszeiten erhalten, um verwacklungsfreie Bilder zu bekommen. Derselbe Effekt kannst du dir aber auch bei Aufnahmen draussen zu nutzen machen, denn auch dort können die Lichtverhältnisse schnell schlecht werden. Gerade wenn du kein besonders lichtstarkes Objektiv hast, wirst du schnell einmal an die Grenze der möglichen Verschlusszeiten kommen. Hier hilft es, die ISO etwas zu erhöhen.

In vielen Fällen reicht es bereits aus, die ISO auf 200 oder 400 zu erhöhen. Dabei hast du bereits deutlich mehr Möglichkeiten bei den anderen Kamerawerten etwas zu spielen. Ich bin dabei jedoch der Meinung, dass du im Zweifelsfall lieber die höhere ISO wählen solltest. Lieber ein verrauschtest als ein unscharfes oder gar kein Bild!

50mm, f 8.0, ISO 250, 1/250

Bei dem Bild musste iauf ISO 250, damit trotz Wind das Schilf einigermassen scharf abgebildet wird.

Wie hoch du gehen kannst, ohne dein Bild aufgrund des hohen Rauschens unbrauchbar zu machen, musst du mit deiner Ausrüstung selbst herausfinden. Dabei ist auch die gewünschte Betrachtungsgrösse des Bildes entscheidend. Willst du das Foto nur auf dem Smartphone anschauen, verträgt das Bild deutlich mehr, als wenn du es dir zu Hause in Grossformat an die Wand hängen willst.

ISO-Automatik ja oder nein?

Die meisten Kameras bieten eine sogenannte ISO-Automatik an. Dabei berechnet die Kamera automatisch, welche ISO du bei den aktuellen Lichtverhältnissen brauchst.

Gerade wenn du neu in der Fotografie bist, kann dies eine sehr gute Hilfe sein. Auch wenn du Blitzschnell zwischen verschiedenen Lichtverhältnissen wechseln muss, kann dir diese Einstellung das Bild retten.

Ich empfehle jedoch, dabei immer die ISO Werte welche von der Kamera gewählt wurden zu beobachten. Meist wird diese beim Blick durch den Sucher eingeblendet. So lernst du sehr schnell, wann du welche Werte brauchst.

Was du unbedingt tun solltest, ist das Festlegen eines Höchstwertes. So wählt die Kamera nur ISO Werte bis zu dieser Grenze. So kannst du verhindern, dass auf einmal unbrauchbar hohe Einstellungen gewählt werden. Setzt du diesen Wert zum Beispiel auf 400 oder 800 wirst du am Schluss noch eine sehr gute Bildqualität haben, bist aber bei den Einstellungen sehr flexibel und wirst in vielen verschiedenen Lichtsituationen gute Bilder schiessen können. Natürlich sind bei modernen Kameras auch werte bis 1600 oder 3200 als Höchstwerte absolut vernünftig.

Allerdings passiert es mit der ISO-Automatik immer wieder, dass die Kamera die ISO erhöht, obwohl zum Beispiel einfach eine kleinere Blende gereicht hätte. Deshalb ist dieser Automatikmodus, wie die meisten seiner Art, eine sehr gute Hilfe aber nicht in allen Situationen die beste Wahl.

ISO im Zusammenspiel mit den halbautomatischen Modi

Die ISO lässt sich wunderbar in Zusammenarbeit mit den halbautomatischen Kameramodi wie Zeitautomatik und Blendenautomatik verwenden. Bei beiden Modi wählst du ja einer der Parameter und die Kamera ergänzt den zweiten durch ihre Berechnung. Wenn in der Zeitautomatik die berechneten Verschlusszeiten zu lang werden, kannst du einfach die ISO etwas erhöhen und erhältst dadurch gleich kürzere Verschlusszeiten.

Mit diesem Vorgehen wird es sehr viel einfacher, mit diesen Einstellungen zu arbeiten und man wird dabei auch sehr schnell beim Einstellen. Aussenstehende merken meistens gar nicht, dass du etwas an der Einstellung verändert hast, da du alles über wenige Handgriffe steuern kannst.

Welche ISO Einstellung in welcher Situation?

Grundsätzlich bieten moderne Kameras Werte ab ISO 100 (selten darunter) bis auf (teils weit) über 20’000. In meinen Augen ist bei den meisten Kameras der brauchbare Bereich bei ungefähr ISO 1600 oder 3200 erreicht. Ausnahmen gibt es dabei selbstverständlich.

Wie bereits erwähnt kommt es immer auf deine Ausrüstungen (vor allem lichtstarke Objektive) an, wie hoch du gehen musst. Deshalb kann ich dir hier keine genaue Empfehlung abgeben, wann du welche Einstellungen wählen solltest. Grundsätzlich ist eine Kamera von höherer Qualität in der Lage, besser mit hohen ISO Werten umzugehen.

Ein paar Grundsätze, welchen ich folge:

Fotos auf Stativ

Bei Fotos vom Stativ, bei welchen sich das Motiv nicht bewegt (Landschaften), wähle ich fast ausschliesslich ISO 100 um die bestmögliche Bildqualität zu erhalten. Schliesslich kann ich hier problemlos die Verschlusszeit erhöhen und das fehlende Licht dadurch ausgleichen.

Fotos bei Sonne

Bei viel Licht, gerade bei Sonnenschein, ist selten mit Problemen bezüglich dem vorhandenem Licht zu rechnen. Hier kommst du auch meistens bei ISO 100 aus.

Fotos draussen bei schlechten Lichtverhältnissen

In der Dämmerung, bei schlechtem Regen oder in einem dichten Wald kann das Licht schnell einmal knapp werden. In den meisten Fällen kommst du dabei mit ISO 400-800 gut aus.

Fotos in Innenräumen

Willst du ohne Blitz arbeiten hast du sehr häufig bei Fotos in Innenräumen ein Problem. Hier brauchst du schnell einmal ISO Werte von 800 oder noch höher.

exotischer_vogel_foto
185mm, f8.0, ISO3200, 1/250

Bei diesem Bild im Tropenhaus war es zwar hell, aber doch nicht hell genug, dass ich gute Verschlusszeiten mit weniger ISO erreichen konnte.

Nachtfotografie

Die Nachtfotografie ist ein sehr spannendes Thema und lässt sich hier nicht vollständig abhandelt. Grundsätzlich kannst du bei der Arbeit vom Stativ mit stehenden Motiven sogar mit ISO 100 arbeiten wenn die Zeit keine Rolle spielt. Aus der Hand musst du natürlich die ISO-Empfindlichkeit massiv erhöhen. Vielleicht reicht das Licht sogar bei sehr hohen Werten nicht mehr.

Eine Ausnahme dieser Regeln bildet die Fotografie der Milchstrasse oder von Sternen. Hier arbeitest du mit Stativ, musst aber trotzdem so viel Licht wie möglich einfangen. Deshalb wird hier häufig mit ISO Werten von 1600 oder 3200 (oder noch höher) gearbeitet. Bei weniger Empfindlichkeit kannst du die feinen Sterne einfach häufig gar nicht mehr aufs Bild bekommen.

11mm, f 2.8, ISO 1600, 25 Sek.

Bildrauschen bei der Bearbeitung entfernen

Bildrauschen lässt sich in den meisten Bearbeitungsprogrammen auch nachträglich noch entfernen. So bietet zum Beispiel Lightroom die entsprechenden Regler an.

Doch leider verlierst du neben dem Bildrauschen dabei auch sehr schnell wichtige Bildinformationen. Ein klein wenig entrauschen geht immer, wenn du das aber zu stark machst, leidet sehr schnell deine Bildqualität und dein Werk wirkt irgendwann nur noch schwammig. Deshalb solltest du mit diesen Reglern sehr vorsichtig sein.

Aus diesen Gründen ist die nachträgliche Rauschentfernung nur ein Notnagel und sollte nicht in zu starkem Masse verwendet werden.

Fazit

In meinen Anfangszeiten war diese ISO für mich ein regelrechter Feind. Ich traute mich da nicht ran und verstand das Ganze sowieso nicht. Als ich mich zwang, die Automatik auszuschalten lernte ich es jedoch sehr schnell. Die Wahl der richtigen ISO Werten wird dir jedoch schon bald keine Probleme mehr bereiten wenn du dich einmal an diese Einstellung ran traust. Du kannst ja, Digitalfotografie sei Dank, immer sehr schnell nachkorrigieren.

Die wichtigsten Punkte:

  • Der ISO Wert regelt die Empfindlichkeit des Sensors.
  • Tiefe ISO Werte bringen die beste Qualität, brauchen aber auch viel Licht (oder Zeit).
  • Hohe ISO Werte helfen bei schlechten Lichtverhältnissen, führen aber schnell zu unschönem Rauschen.
  • Der richtige ISO Wert muss in Abstimmung mit dem verwendeten Equipment und der Situation immer wieder neu gefunden werden.

Blende erklärt – Der Weg zum verschwommenen Hintergrund

Blende? Das hat nichts mit geblendet werden zu tun. Bei der Blende handelt es sich um einen der drei Faktoren von Blende, Verschlusszeit und ISO die über ein korrekt belichtetes Bild entscheiden. Die Blende nimmt dabei die Funktion ein, wie viel Licht auf den Sensor durchgelassen werden soll. Die Funktionsweise ähnelt dabei dem menschlichen Auge. Bei wenig Licht (es muss daher viel Licht genutzt werden um zu sehen) wird die Pupille gross. In der Sonne wiederum werden unsere Pupillen deutlich kleiner, damit wir weniger geblendet werden. Und nach genau dem Schema funktioniert die Blende.

Viele Fotografen schätzen die Blende ganz besonders, weil sie es uns ermöglicht, einen Teil des Bildes (z. Bsp. den Hintergrund) unscharf erscheinen zu lassen.

Blendenreihe

Am Anfang ist es elementar zu verstehen, wie die Angaben zur Blende zu lesen sind. Meistens liest man Dinge wie Blende 2.8, f2.8, 2.8 f oder noch weitere Variationen. Dabei ist eigentlich immer dasselbe gemeint, die Einstellung der gewählten Blende.

Wenn du dich länger mit der Fotografie beschäftigst, wird dir auffallen, dass du immer wieder über dieselben Blendenzahlen stolperst. Dies ist kein seltsamer Zufall, sondern basiert auf der sogenannten Blendenreihe. Diese lautet wie folgt:

Blendenreihe Grafik
Blendenreihe Grafik

Zusammengefasst lässt sich sagen:

Grosse Blende – kleine Zahl – viel Licht

Kleine Blende – grosse Zahl – wenig Licht

Gerade in den Anfängen führt dies häufig zu Verwirrung, da gerne eine kleine Blende aufgrund der grossen Zahl als besonders Lichtstark aufgefasst wird.

Die Erklärung zur Tiefenschärfe und Lichtstärke folgt in den nächsten Absätzen.

Lichtstärke

Wie bereits beschrieben ist die Blende dafür zuständig, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass eine Stufe in der Blendenreihe immer doppelt so viel Licht (z. Bsp. 4 -> 2.8) oder halb so viel Licht (z. Bsp. 4 -> 5.6) durchlässt.

Was heisst das in der Praxis:

Ein Foto ist mit folgenden Einstellungen optimal belichtet:

ISO 100, f4, 1/50 Sekunde

Jetzt möchte man z. Bsp. die Verschlusszeit halbieren, damit man keine Unschärfe durch das Verwackeln im Bild hat. Als Ziel möchte man 1/100 Sekunde haben. Das heisst, wir brauchen doppelt so viel Licht um auf dasselbe Ergebnis zu kommen. Das entspricht dann:

ISO 100, F2.8, 1/100 Sekunde

So kann man recht schnell und einfach auch in Situation während dem fotografieren berechnen, wenn man etwas verändern möchte. Wenn du mit einem der Halbautomatischen Modi als Kameraeinstellung arbeitest (z. Bsp. Zeitautomatik) fällt das Ganze nicht ins Gewicht, da hier die Kamera die Berechnung übernimmt. Trotzdem ist es von Vorteil, die Blendenreihe zumindest in den unteren Regionen auswendig zu kennen.

Bei den meisten Kameras lassen sich die Blendenwerte feiner wählen. Gängig sind z. Bsp. 1/3 Blendenstufe, so können auch zwischenwerte wie 1.8 dabei herauskommen. Das kann in der Praxis nützlich sein um eine optimale Belichtung zu erhalten. Will man die Belichtung jedoch manuell berechnen wird’s dann schon etwas schwieriger. In welcher Stufe du die Blende in der Kamera einstellen kannst, ist meistens im Kamerainternen Menü wählbar.

Tiefenschärfe im Zusammenhang mit der Blende

Der andere Faktor der durch die Blende beeinflusst wird ist die Tiefenschärfe (auch Schärfentiefe genannt). Grundsätzlich wird beim Fokussieren nur eine Gewisse Ebene in der Distanz scharf gestellt. Alles was davor oder dahinter ist wird früher oder später unscharf.

Tiefenschärfe Grafik

Die Blende beeinflusst dieses Ergebnis insoweit, dass eine weit geöffnete Blende (z. Bsp. 2.8) eine bedeutend geringere Tiefenschärfe hat, als wenn deutlich abgeblendet (z. Bsp. Blende 16) wurde.

Zusätzlich zur Blende beeinflusst die Brennweite die Tiefenschärfe massgeblich. Desto länger die gewählte Brennweite ist, desto geringer ist der zur Verfügung stehende Schärfebereich. Dies wird häufig gezielt eingesetzt, um eine noch bessere Freistellung zu ermöglichen. Dies ist einer der Gründe, weshalb in der Portraitfotografie so gerne ein 70-200mm f2.8 Objektiv eingesetzt wird.

Hier findest du einen Tiefenschärferechner, der das ganze eigentlich bestens erklärt.

Ein Beispiel:

50mm an einer Crop Kamera (zum Beispiel Nikon d7200)

Distanz 150cm

Blende Schärfebereich von Schärfebereich bis Total Schärfebereich
1.4 148 cm 152 cm 4 cm
2.8 145 cm 155 cm 10 cm
5.6 141 cm 160 cm 19 cm
8 137 cm 165 cm 28 cm

Das zeigt deutlich, wie sich der Schärfebereich verändert. Dies kann einerseits als Stilmittel eingesetzt werden (z. Bsp. verschwommener Hintergrund bei Portrait). Andererseits wollen wir gerade bei der Landschaftsfotografie doch häufig möglichst viel Schärfe. Deshalb wird dort häufig auf Blende 11 oder 16 oder gar noch weiter abgeblendet.

Schauen wir uns einmal zwei Praxisbeispiele an:

Blendenreihe bei 50mm

Bei dieser Bildreihe wurde mit dem Nikon 50mm f1.8 Objektiv dasselbe Motiv 5 Mal aufgenommen. Die Blende habe ich dazu immer weiter geschlossen. Man sieht hier wunderbar, wie sich der Hintergrund immer stärker zu erkennen gibt.

Blendenreihe bei 50mm

Hier nochmals ein Beispiel, wie sich das ganze bei Landschaften auswirkt. Man beachte die Berge und die Boote. Beide Bilder sind out of Cam ohne Nachschärfen oder ähnlichem.

Eine weit geöffnete Blende ist ja eigentlich ganz toll magst du jetzt denken. Viel Lichtstärke und viel Freistellung des Models. Der Traum vieler Fotografen.
Allerdings darf der kleine Schärfebereich nicht unterschätzt werden. Wie wir oben sehen, bleiben bei Blende 1.4 noch 4 cm. Wenn wir jetzt noch etwas mehr Brennweite nehmen, sind wir dabei noch tiefer. Sitzt der Fokus dabei nicht ganz haargenau dort wo du ihn haben willst, hast du sofort unscharfe Bilder. Auch wird in solchen Situationen häufig ein Auge scharf, das andere aber schon leicht verschwommen abgebildet. Das kann gut aussehen, muss aber nicht!

Deshalb ist es extrem wichtig, beim Spiel mit der Tiefenschärfe immer das richtige Mass zu finden. Im Zweifelsfall nehme ich persönlich zwei Bilder mit unterschiedlicher Blende auf, so kann ich zu Hause am Rechner das bessere wählen.

Lichtstärke bei Objektiven

Die maximale Lichtstärke (kleinste Blendenzahl) ist bei Objektiven vorgegeben. Die Kamera hat hier keinen Einfluss.

Die Unterschiede bei den verfügbaren Objektiven ist gewaltig. Deshalb solltest du dir immer genau überlegen, wofür du dein Objektiv einsetzen willst. Fehlende Lichtstärke bei einem Glas lässt sich nur mit grossem Verlust (Stichwort ISO-Empfindlichkeit) kompensieren. Wenn man ehrlich ist, geht nichts über möglichst viel verfügbare Lichtstärke bei einem guten Objektiv.

Wie sind die Angaben zur Blende bei Objektiven zu lesen?

Schauen wir uns gleich ein Beispiel an:

Kitobjektiv 18-55 mm* hat Blende 3.5 – 5.6

Zwei Blendenwerten heisst, dass die grosse Blende, hier 3.5, beim kleinsten Ende (18mm) verfügbar ist. Die Blende 5.6 ist dagegen beim grössten Ende (55mm) möglich. Dazwischen Stuft sich das ganze ab. Das heisst, wir haben bei diesem Objektiv bei der beliebten Einstellung von 50-55mm nur eine Blende von 5.6 zur Verfügung.

Nikon D5100 mit Kitobjektiv 18-55mm

Nehmen wir als Vergleich (das von mir gern genutzte) Tamron 17-50 f2.8.*

Hier siehst du, dass wir nur eine Blendenzahl haben. Das heisst, das Objektiv verfügt über eine durchgehende Blende von 2.8. Sie verändert sich also nicht, wenn du eine andere Brennweite am Zoom wählst.

Im Vergleich zum oben genannten Nikon Objektiv haben wir also zwei ganze Blendenstufen mehr. Im Endbereich um die 50mm. Wir können hier also schon mit deutlich schnelleren Belichtungszeiten oder tieferen ISO Werten fotografieren. Diese zwei Blenden machen in der Regel den Unterschied, ob du bei Fotos drinnen den Blitz benötigst, oder ob du mit dem vorhandenem Licht noch klar kommst.

Gehen wir jetzt noch eine Stufe weiter:

Festbrennweite Nikon 50mm f1.8

Hier handelt es sich jetzt nicht um ein Zoom, sondern um ein Objektiv das nur eine Brennweite hat (Festbrennweite). Dadurch kann das ganze Objektiv anders gebaut werden (in dem Fall auch kleiner und leichter als die oben genannten) und hat nochmals eine deutlich bessere Lichtstärke.

Zum Vergleich bei 50mm:

Nikon 50mm f1.8 im Vergleich zum Tamron 17-50 f2.8:                1 1/3 Blendenstufen mehr

Nikon 50mm f1.8 im Vergleich zum  Nikon 18-55 3.5-5.6:            3 1/3 Blendenstufe mehr

Das sind in der Praxis massive Unterschiede. Aus diesem Grund empfehle ich wann immer möglich, gerade für Brennweiten bis und mit ca. 50mm ein möglichst Lichtstarkes Objektiv zu kaufen. Selbstverständlich sind auch Objektive mit Blende 1.4 oder 1.2 erhältlich. Diese sind jedoch in der Regel deutlich teurer, weshalb ich sie jetzt mal aussen vorlasse. Wenn du allerdings noch mehr Qualität in der Tasche möchtest, lohnt sich ein Blick zu diesen Objektiven auf jeden Fall.

Blende und Schärfe

Grundsätzlich sind die meisten Objektive bei Offenblende (grösste zu wählende Blende) nicht gleich Scharf, wie sie etwas abgeblendet sein können. Desto besser die Qualität des Objektivs ist, desto geringer ist dieser Effekt in der Regel festzustellen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bei den meisten Objektiven ein wenig abzublenden, sofern die Umstände und die Bildgestaltung dies erlauben. Bei den im Netz verfügbaren Testberichten zu Objektiven ist häufig auch eine entsprechende Angabe zu finden, bei welcher Blende die Objektive am schärfsten sind.

In den meisten Fällen hilft es bereits, wenn um eine halbe oder ganze Blendenstufe abgeblendet wird, das Abbildungsergebnis ist meistens schon bedeutend schärfer.

Lerne hier deine Objektive kennen, bei welcher Blende dir das Abbildungsergebnis am besten gefällt.

Es darf jedoch nicht beliebig abgeblendet werden, jedes Objektiv erreicht seine maximale Auflösung bei der sogenannten förderlichen Blende. Diese liegt meistens irgendwo zwischen Blende 4 und 11. Wird weiter abgeblendet, tritt auch hier wieder der Effekt ein, dass das Abbildungsergebnis etwas schlechter wird. Grundsätzlich ist aber die gewonnene Tiefenschärfe durch das Abblenden von grösserer Bedeutung als die mögliche Unschärfe durch eine entsprechende Blendenwahl.

Fazit

  • Um möglichst viel Licht einfangen zu können, muss eine weit geöffnete Blende (kleine Blendenzahl!) gewählt werden.
  • Möchtest du den Hintergrund unscharf erscheinen lassen, wähle eine möglichst weit geöffnete Blende (kleine Blendenzahl!).
  • Willst du eine grosse Tiefenschärfe erreichen (z. Bsp. bei der Landschaftsfotografie) ist weiter abblenden in der Regel die beste Wahl.
  • Die Lichtstärke der Objektive ist fix vorgegeben, entsprechend sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, wofür das Objektiv verwendet wird.
  • Abblenden um eine halbe oder ganze Blende kann das Abbildungsergebnis positiv beeinflussen.

 

 

Verschlusszeit erklärt – Tipps zur Einstellung an der Kamera

Bei der Verschlusszeit (auch Belichtungszeit genannt) handelt es sich um einen der Faktoren, welche für ein korrekt belichtetes Bild zuständig sind. Jedoch lassen sich darüber hinaus die unterschiedlichen Belichtungszeiten wunderbar zum Erreichen von verschiedenen Bildstilen verwenden.

Nachfolgend die drei wichtigsten Punkte, für welche die Verschlusszeit entscheidend ist. Wer gerne noch mehr Infos dazu möchte, findet in den weiteren Absätzen dieses Artikels noch mehr Details.

Die drei wichtigsten Auswirkungen der Verschlusszeit:

Scharfe Bilder / Verwacklungen vermeiden
Durch die Wahl der richtigen Belichtungszeit lässt es sich verhindern, dass Bilder unscharf werden, weil wir die Kamera zu wenig ruhig halten. Die dabei einzusetzende Verschlusszeit hängt stark von der Brennweite und einem allfällig vorhandenen Bildstabilisator ab.

Lichtmenge für die Belichtung
Durch die Zeitdauer der Belichtung kann gesteuert werden, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Bei 1/100 Sekunde fällt doppelt so viel Licht auf den Sensor wie bei 1/200 Sekunde. Zusammen mit der Einstellung der Blende kann so die korrekte Belichtung des Motivs erreicht werden.

Bildgestaltung durch Kurz- und Langzeitbelichtung
Durch unterschiedliche Belichtungszeiten kann auf unterschiedliche Motive und Bildsituationen reagiert werden. Sind aufgrund schnellen Bewegungen kurze Belichtungszeiten nötig, so können bei wenig Licht oder für gewünschte «weichmacher» Effekte Langzeitbelichtungen die richtige Wahl sein.

Verwackeln verhindern

Ein Mensch kann eine Kamera nie ganz ruhig halten, egal wie viel Mühe er sich gibt. Das führt dazu, dass bei zu langen Belichtungszeiten die Bilder nicht mehr scharf, sondern verwackelt werden. Die Zeit die nötig ist um scharfe Bilder zu bekommen hängt von der Brennweite ab. Eine erste Orientierung gibt dazu eine alte Foto-Regel:

Belichtungszeit darf maximal der Brennweite entsprechen.
Beispiel: Bei Brennweite 50mm sollte die Verschlusszeit nicht länger als 1/50 sein. Bei 200mm entsprechend mindestens 1/200.

Wichtig: Die Regel bemisst sich auf die Brennweite im Vollformat. Wer also ein anderes Sensorformat verwendet muss den Cropfaktor entsprechend dazu rechnen. Bei einer APSC Nikon Kamera ergäbe die oben genannten Beispiele also:

Brennweite 50mm = Kürzeste Verschlusszeit 1/75 (50mm Brennweite mit Faktor 1.5 entsprechen 75mm am Vollformat).
Brennweite 200mm = Kürzeste Verschlusszeit 1/200 (200mm Brennweite entsprechen 300mm a Vollformat).

Des weiteren gilt es zu beachten, dass diese Regel bloss ein grober Richtwert darstellt. Es gibt Leute, die scheinen die Ruhe selbst zu sein und können die Kamera auch länger ruhig halten. Aber auch das Gegenteil ist der Fall, bei manchen reichen diese Mindestwerte nicht und sie müssen noch höher gehen. Hier solltest du selbst für dich herausfinden, was bei dir nötig ist. Wenn du mit oben genannten Richtwerten beginnst, bist du jedoch sicherlich schon recht gut beraten. Auf jedenfall lohnt es sich, zwischendurch mal kurz aufs Display zu schauen und in der 1:1 Ansicht zu prüfen, ob dein Bild scharf ist. Wenn nicht, kannst du die Kameraeinstellungen entsprechend korrigieren.

Wird mit einem Stativ gearbeitet sind all diese Beschränkungen überflüssig. Da wir dort nicht mehr aus der Hand fotografieren, werden entsprechend auch keine Verwackelungen von uns verursacht.

Einfluss des Bildstabilisators (VC/VR etc.)

Viele moderne Objektive (und teilweise mittlerweile sogar Kameras) verfügen über einen Bildstabilisator. Dieser macht genau das, was der Name sagt. Er stabilisiert die Aufnahme während ihr euch bewegt.

Dies führt dazu, dass (falls es das Motiv erlaubt!) längere Verschlusszeiten möglich sind. Je nach Objektiv können sind das ca. 1-3 Blendenstufe.

Beispiel: Bildstabilisator mit Hilfe um 2 Blendenstufen

Brennweite 100mm an Vollformat erfordert ohne Stabilisator 1/100 Sekunde Verschlusszeit.
Mit Stabilisator können wir zwei Blenden länger werden. Das heisst es wäre nun 1/25 Sekunde möglich.

Dabei ist anzumerken, dass diese Werte von den Herstellern sehr gerne äusserst optimistisch angegeben werden. Lerne deine Objektive kennen und du wirst auch hier merken, was du deinem Objektiv (oder besser dessen Stabilisator) zutrauen kannst. Das Bild hier unten ist eine Makroaufnahme und wurde aus der Hand mit Werten unter der genannten Regel geschossen. Bildstabilisator sei dank!

hagebute_beere_herbst_makro
90mm, f8, 1/80, ISO 100

Ich persönlich schätze Objektive mit Bildstabilisator sehr. In Alltagssituationen ohne Blitzlicht helfen sie immer mal wieder, trotzdem noch Scharfe Bilder zu bekommen, auch wenn es sonst gar nicht mehr möglich wäre. Bzw. ohne Stabilisator müsste man bei der ISO-Empfindlichkeit in Bereiche gehen, die auch nicht mehr schön sind. Deshalb ist bei mir der Bildstabilisator, ausser wenn ich mit Stativ arbeite, fast ausnahmslos angeschaltet, sofern mein Objektiv über einen solchen verfügt.

Die richtige Belichtungszeit für eine korrekte Belichtung

Die Belichtungszeit ist massgebend, damit du ein korrekt belichtetes Bild erhältst.Wie lange du belichten musst, ist selbstverständlich von den anderen Einstellungen wie der Blende und der ISO-Empfindlichkeit abhängig. Damit du nicht alles von Hand ausrechnen oder durchprobieren musst, kann dir die Kamera mit ihren internen Berechnungen je nach gewähltem Kameramodus dabei helfen.

Treffen wir als Beispiel mal ein paar Annahmen.

Bildgestaltung mit der richtigen Belichtungszeit

Nebst den oben genannten Minimalwerten die es zu beachten gibt, dient die Verschlusszeit jedoch auch als äusserst wichtiges (und wunderbares!) Mittel um einem Bild die gewünschte Wirkung zu geben. Während bei ruhigen Motiven (stillstehende Person zum Beispiel) mit den oben genannten Minimalwerten gut gearbeitet werden kann (sofern die Belichtung stimmt), ist es in vielen Situationen nötig auf Kurz- oder Langzeitbelichtung zu wechseln.

winter_sturm_thunersee
50mm, f8, 1/250, ISO 250

Für dieses Bild habe zuerst 1/500 Sekunde bei Blende 8 und Iso 500 genutzt. Die Einstellung war noch so drin, da ich vorher noch sich bewegende Vögel im Bild hatte. Nun wollte ich jedoch noch etwas bessere Bildqualität (sprich ISO Reduzieren) ohne etwas an der Belichtung zu verändern. Also ging ich mir der ISO auf 250 runter und verlängerte die Verschlusszeit entsprechend um das doppelte auf 1/250. So habe ich die ISO-Empfindlichkeit halbiert, und dafür gleichzeitig die dafür benötigte Zeit verlängert. So komme ich wieder auf dasselbe Ergebnis, habe aber weniger rauschen (wenn auch im geringen Rahmen natürlich) im Bild.

Kurze Verschlusszeiten

Wollt ihr ein Motiv scharf abbilden, welches sich schnell bewegt (Sportler, Fahrzeuge, Tiere, Wasser etc.) sind kurze bis sehr kurze Verschlusszeiten zwingend.

moewe_im_flug
300mm, f11, 1/1600, ISO 640

Bei diesem Bild einer fliegenden Möwe wählte ich eine Verschlusszeit von 1/1600 Sekunde und konnte so den sich schnell bewegenden Vogel durchgehend Scharf abbilden. Bei einer kürzeren Verschlusszeit wäre dies nicht möglich gewesen.

spritzendes_wasser_thunersee_sonnenuntergang
24mm, f11, 1/400, ISO 100

Bei diesem (eigentlich ganz guten) Bild habe ich leider zu wenig auf die Verschlusszeit geachtet. Wenn man genau hinsieht erkennt man, dass die Wasserspritzer (rechts im Bild) leicht unscharf sind aufgrund der Bewegung. Bemerkenswert ist dabei, dass ich hier mit 1/400 Sekunde schon in einem sehr schnellen Bereich unterwegs gewesen bin. Hier wäre ein kürzerer Wert die richtige Wahl gewesen. Dieser Fehler ärgert mich noch immer so sehr, dass ich jetzt immer ganz genau darauf achte, was für Werte ich wähle. Eine solche Situation mit diesem Sonnenuntergang kombiniert mit diesen starken Wellen haben wir hier am See nur selten.

Es muss aber nicht immer so extrem wie in den oben abgebildeten Motiven sein. Schon eine sich bewegende Person wirst du mit 1/50 Sekunde immer unscharf abgebildet bekommen. Gerade beim Fotografieren von Kindern muss dies beachtet werden (die kleinen hören leider nur sehr schlecht auf «Halt mal still»).

Langzeitbelichtungen

Lange Belichtungszeiten sind aktuell unglaublich in Mode. Du kennst sicher die Bilder der samtig erscheinenden Wasserfälle. Auf Instagram und Co finden sich solche Bilder zu tausenden. Und nun ja, ich gebe zu ich finde das eigentlich auch sehr ansprechend!

Wird bei Wasser mit einer langen Belichtungszeit (mind. 1-2 Sekunden, je nach Situation mehr) Belichtet, bekommt es diesen extrem weichen Look. Das funktioniert nicht nur bei Wasserfällen, auch Wellen auf einem See können so praktisch komplett zum Verschwinden gebracht werden.

Steine im Blauen Wasser im Sonnenunergang
Nikon D7200 mit Tamron 17-50 f2.8: ISO 100, 50mm, F16, 13 S.

Bei dem Bild waren 13 Sekunde Belichtungszeit angesagt, somit wurde aus dem welligen Wasser beinahe ein Nebel der die Steine zu umhüllen scheint.

Willst du solche Langzeitbelichtungen am Tag durchführen wirst du wohl immer wieder das Problem haben, dass deine Bilder überbelichtet werden aufgrund des vielen Lichts der Sonne. Hier hilft ein entsprechender Graufilter für Abhilfe. Hier ein Blogeintrag von Stephan Wiesner zu den Graufiltern, falls du dazu noch etwas mehr wissen möchtest.

Auch bei der Nachtfotografie sind lange Belichtungszeiten in der Regel nötig, um trotzdem ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten. Hast du dabei sich bewegende Lichter im Motiv (typischerweise Verkehr), so ziehen sich diese in die Länge, was auch zu wunderbaren Effekten führen kann.

Willst du in einem Bild die Sterne abbilden, ist in der Regel auch eine Langzeitbelichtung notwendig. Hierzu sei erwähnt, dass du hier bei zu langen Belichtungszeiten «Sternspuren» erhältst. Diese möchtest du vielleicht verhindern. Wie du das machst, wird in diesem Artikel erklärt.

milchstrasse_niesen_thunersee_schweiz
11mm, f2.8, 30 S, ISO 1600

Stativ

Bei all den oben genannten Situationen, bei welchen du mit einer Langzeitbelichtung arbeiten willst, ist es unabdinglich mit einem Stativ zu arbeiten (oder die Kamera irgendwo fest abzustellen). Nur so kann ein scharfes Bild erreicht werden.
Dabei solltest du folgendes beachten:

– Löse die Kamera mit einem Fernauslöser oder mit dem Selbstauslöser aus.
– Wähle (sofern möglich) die Spiegelvorauslösung um kleinste Wackler zu verhindern.
– Schalte den Bildstabilisator aus, dieser kann bei Langzeitbelichtungen zu unscharfen Bildern führen.
– Besorge ein stabiles Stativ das nicht schon beim kleinsten Wind wackelt.

Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich einen Artikel über die Fotografie mit dem Stativ nachreichen wo ich noch im Detail auf die genannte (und weitere) Punkte eingehen werde.

Belichtungszeit bei der Verwendung von Blitzen

Auf die Belichtungszeit bei der Verwendung von Blitzen möchte ich hier nur ganz kurz eingehen. Es handelt sich dabei selbst um ein so grosses Thema, das hat einen eigenen Artikel verdient.

Bei der Verwendung mit Blitzen bist du in vielen Fällen an die maximale Blitzsynchronzeit deiner Kamera / deiner Blitze gebunden (in der Regel bei 1/200 oder 1/250). Dies ist jedoch kein Problem, da der Blitz selber sehr viel kürzer ist und dafür sorgt, dass das Motiv «eingefroren» wird.

Dieser Effekt lässt sich sehr gut einsetzen, wenn ein schnelles Motiv nur ganz kurz Belichtet werden soll. Beim folgenden Bild wollte ich den Rauch des eben ausgegangenen Streichholzes einfrieren, so dass dieser Scharf abgebildet wird. Da sich dieser recht schnell bewegt, konnte ich diesen trotzdem sehr gut abbilden.

streichholz_rauch_foto
90mm, f13, 1/160, ISO 100

Belichtest du etwas länger und arbeitest trotzdem mit Blitz, kann dies zu äusserst interessanten Bildern führen. Du hast so das Umgebungslicht mit im Bild. Dies kann nützlich sein, wenn du eine Person anblitzen willst, aber im Hintergrund noch die Lichtstimmung des Sonnenuntergangs einfangen möchtest.
Meistens wird bei dieser Technik der Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang (am Ende der Belichtung) gewählt. So kannst du auch sehr spannende Effekte bei sich bewegenden Objekten erreichen. Zum Beispiel kannst du so zeigen, dass ein Motiv in Bewegung ist, das Motiv selbst aber trotzdem Scharf abbilden. Hier auch noch ein weiterführender Artikel dazu.

Fazit

– Die Verschlusszeit aus der Hand sollte maximal dem Faktor 1:1 der Brennweite bei Vollformat entsprechen (50mm, maximale Verschlusszeit 1/50 S).
– Bei sich bewegenden Motiven ist eine kurze Verschlusszeit nötig.
Langzeitbelichtungen sind bei wenig Licht oder wenn Wasser weichgezeichnet werden soll angesagt.

Ich persönlich mag das Spiel mit den Verschlusszeiten. Ich versuche in der Praxis immer mal wieder aus, wie sich der Bildlook verändert, wenn ich etwas an der Zeit drehe. Stehst du besonders auf ganz kurze Verschlusszeiten und perfekt eingefroreren Motive oder bist du eher der Langzeitbelichtungs-Typ? Lasse mir doch einen Kommentar dazu da.

Welcher Kameramodus als Anfänger?

Moderne Kameras verfügen nicht nur über einen einzigen Kameramodus. Die meisten Kameras in allen möglichen Segmenten haben vor Allem eins gemeinsam, eine unglaubliche Fülle an Einstellmöglichkeiten und Funktionen. Gerade als Anfänger der das erste Mal eine DSLR oder Spiegellose in der Hand hält ist man meistens komplett überfordert. Schlussendlich endet es meistens darin, dass mit dem «grünen Modus», der Automatik, fotografiert wird. Im folgenden Artikel zeige ich euch, wie ich persönlich gelernt habe, die anderen Einstellungen zu verwenden.

Als ich die ersten Jahre zwar eine Spiegelreflexkamera besass, diese aber nur im Urlaub nutzte, waren die Ergebnisse mit allen Modi ausser der Automatik oder Scene mehr oder weniger unbrauchbar. Die Bilder mit der Automatik werden zwar in vielen Fällen ganz brauchbar, aber leider können viele gestalterische Möglichkeiten nicht gezielt eingesetzt werden. Vom Umgang mit schwierigen Situationen mal gar nicht gesprochen.

Bevor wir zur konkreten Empfehlung eines Modus kommen, möchte ich die vier Hauptmodi in wenigen Worten vorstellen, ohne dabei auf unnötig komplizierte technische Details einzugehen. Die Szenen Einstellungen lasse ich hier erstmal aussen vor.

Die Programmautomatik – P

Diese Einstellung geht schon sehr nahe zum Automatikmodus.  Die Kamera wählt hier automatisch die korrekte Verschlusszeit und die Blende die nötig ist, um eine (der Berechnungen der Kamera entsprechende) korrekte Belichtung zu erhalten. Damit gelingen in vielen Fällen schon ganz brauchbare Bilder, der Unterschied zur Automatik ist jedoch nur minimal.

Jedoch ist der grosse Nachteil dabei, dass ich weder mit der Belichtungszeit noch mit der Blende irgendeine Möglichkeit habe, die Bildgestaltung zu beeinflussen. Den einzigen Vorteil des Modus P ist es in meinen Augen, dass ich selbst die zu verwendende ISO-Empfindlichkeit einstellen kann.

Es gibt Kameramodelle, bei welchen in der Programmautomatik sowohl Blende oder Verschlusszeit verstellt werden kann und die Kamera die weiteren Parameter nachzieht. Dies ist jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Ich muss an dieser Stelle jedoch zugeben, diesen Kameramodus noch nie über längere Zeit genutzt zu haben. Ich sehe für mich hier drin einfach keinen Vorteil.

Die Zeitautomatik – A

Die Zeitautomatik ist der Modus, der vor Allem zum Zug kommt, wenn die Verschlusszeit eher nebensächlich ist. Hier wählt man die gewünschte Blende und den ISO-Wert und die Kamera berechnet die Verschlusszeit so, dass eine optimale Belichtung entsteht.

Diesen Modus bietet sich vorwiegend in Situationen an, bei welchen über die Blende mit der Schärfentiefe gespielt werden möchte. Das hilft zum Beispiel bei Portraits, wenn man das Model mit einer grossen Blende (kleine Zahl!) vom Hintergrund freistellen möchte.
Aber auch bei der Landschaftsfotografie setze ich diesen Modus gerne ein, die Kamera übernimmt dann für mich die Berechnung der Belichtungszeit. Gerade in letzterer Situation muss man häufig noch manuell nachkorrigieren, der Anhaltspunkt ist aber gar nicht mal so schlecht.

vordergrund mit bokeh
35mm, f2.8 / 1/ 200 s. / ISO 320

Bei diesem Bild war die Verschlusszeit sekundär. Deshalb wählte ich die Zeitautomatik, dass ich das Spiel mit der Schärfentiefe mit schönem Bokeh machen konnte.

Die Blendenautomatik – S

Die Blendenautomatik macht genau das Gegenteil der Zeitautomatik. Die Kamera berechnet die nötige Blende, um im Zusammenspiel mit der gewählten Blende ein korrekt belichtetes Bild auszugeben. Wenn ihr also weniger Wert auf das gestalterische Mittel der Tiefenschärfe legt, ihr aber mit sich schnell bewegenden Motiven (Sport/Tiere/Kinder) zu tun habt, so könntet ihr mit der Blendenautomatik glücklich werden. Ihr könnt hier entsprechend eine schnelle Verschlusszeit wählen (z. Bsp. 1/800) und werdet dadurch ein scharfes Bild erhalten.

Selbstverständlich kann die Blendenautomatik auch eingesetzte werden, wenn ihr eine lange Verschlusszeit benötigt, z. Bsp. wenn ihr Wasser samtig erscheinen lassen wollt.

moewe in der Luft Foto
300 mm, f11, 1/1600 S, ISO 640

Hier wählte ich die Blendenautomatik, weil eine ultraschnelle Verschlusszeit nötig war, um die Möwe einzufangen.

Manueller Modus – M

Der Modus der gerne auch als der «Profi-Modus» bezeichnet wird. Ich persönlich finde das die falsche Einstellung, da es meiner Meinung nach zu schnell dazu verleitet, alles unnötig manuell machen zu wollen. Schlussendlich geht es hier in dem Modus nur darum, dass ihr alle Einstellungen selbst vornehmt. Die Kamera bietet euch in den meisten Fälle einen Anhaltspunkt in Form der Belichtungsmessung, ob eure Einstellungen das Motiv korrekt Belichten werden. Doch auch dies ist erstmal als Richtwert zu sehen.

Ich denke es ist klar, dass dieser Modus am meisten von euch abverlangt. Hier reicht es, die Kamera nur etwas in eine andere Richtung zu halten, zum Beispiel von der Sonne in den Schatten, und ihr liegt mit euren Einstellungen meilenweit daneben und müsst wieder alles einstellen.

Welchen Kameramodus soll ich nun als Anfänger wählen?

Leider einer der Fragen, die nicht pauschal beantwortet werden können. Jede Situation ist anders, und auch jeder Fotograf geht hier anders vor. Ich persönlich bin zum Beginn auf die «Profi-Modus»-Falle reingefallen. Da habe ich versucht, wann immer möglich alles manuell einzustellen, schliesslich wollte ich ja weg vom Knipsen. Das Ergebnis war, dass ich mehr am herumschrauben als am Fotografieren war und schlussendlich trotzdem haufenweise falsch belichtete Bilder hatte. Gerade in Alltagssituationen mit wechselnden Lichtverhältnissen brachte mich das zum Verzweifeln.

Heute nutze ich fast ausschliesslich, je nach Situation, die Zeitautomatik und den manuellen Modus. Letzterer ist bei konzentrierter Landschaftsfotografie mit Zeit zur Bildgestaltung meine erste Wahl.

Wenns etwas schneller zu und her gehen muss und ich mit wechselnden Bedingungen zu kämpfen habe, wähle ich die Zeitautomatik. So kann ich wunderbar über die Blende mit der Tiefenschärfe spielen und die Bildwirkung so beinflussen, wie ich das möchte. Werden die berechneten Verschlusszeiten zu lang, regle ich entsprechend mit einer höheren ISO-Empfindlichkeit nach, damit die Zeiten wieder in den brauchbaren Bereich korrigiert werden.

Folgend eine Tabelle die zeigt, in welchen Situationen ich welchen Kameramodus verwende:

Situation Modus Begründung
Ruhige Kinder Zeitautomatik Sind Kinder etwas ruhiger, kann häufig die Bildgestaltung etwas bewusster vorgenommen werden. Ein Bild mit verschwommenem Hintergrund sieht einfach gut aus! Gerade am Anfang bei der Babyfotografie sind die kleinen häufig noch nicht so flink unterwegs.
Bewegende Kinder Blendenautomatik Bei der Kinder und Babyfotografie müssen schnelle Verschlusszeiten her, sobald diese etwas mobiler werden. Hier hilft es, diese manuell auf mind 1/250 oder 1/500 zu stellen (evtl. müsst ihr mit höherer ISO arbeiten).
Tiere Blendenautomatik (evtl. Zeitautomatik) Tiere sind schnell, ihr braucht daher schnelle Verschlusszeiten.
Bei ruhenden Tieren kann jedoch die Zeitautomatik besser sein.
Studio Manuell Im Studio synchronisiert ihr die Belichtung mit euren Blitzen. Deshalb immer manuell.
Landschaften Manuell

(Zeitautomatik)

Wenn genügend Zeit vorhanden ist, kann manuell alles so eingestellt werden, damit die entsprechende Bildwirkung erzielt wird.

Bleibt wenig Zeit, kann auch die Blendenautomatik sehr gute Ergebnisse bringen.

Portrait Zeitautomatik Das Spiel mit der Tiefenschärfe lässt sich am besten über die Blende regeln. Verschlusszeiten sind bis zu einem gewissen Grad sekundär (allenfalls ISO erhöhen)
Produktfotografie Manuell Mit Blitzlicht oder Dauerlicht wollen wir wieder reproduzierbare Ergebnisse. Deshalb manuell.

Fazit

Es gibt keinen perfekten Kameramodus. Die Kamerainternen Berechnungen sind bei modernen Kameras allerdings so gut, dass diese hervorragend eingesetzt werden können. Für Anfänger die sich vom Automatikmodus entfernen wollen, eignet sich die Zeitautomatik je nach Einsatzgebiet sehr gut zum Sammeln von ersten Erfahrungen. Welchen Kameramodus setzt du am liebsten ein und warum? Und welche Situationen sollte ich auf der Liste noch ergänzen?